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September

2021

Ach, wenn nur der HERR seinen Geist auf sie alle legte!

Ach, wenn nur der HERR seinen Geist auf sie alle legte! (vgl. Num 11,29)

Lesung aus dem Buch Númeri (Num11,26-29).

In jenen Tagen kam der Herr in der Wolke herab und redete mit Mose.
Er nahm etwas von dem Geist, der auf ihm ruhte, und legte ihn auf die siebzig Ältesten.
Sobald der Geist auf ihnen ruhte, redeten sie prophetisch. Danach aber nicht mehr.

Zwei Männer aber waren im Lager geblieben; der eine hieß Eldad, der andere Medad.
Auch über sie kam der Geist.
Sie gehörten zu den Aufgezeichneten, waren aber nicht zum Offenbarungszelt hinausgegangen.
Auch sie redeten prophetisch im Lager.

Ein junger Mann lief zu Mose und berichtete ihm:
Eldad und Medad sind im Lager zu Propheten geworden.

Da ergriff Jósua, der Sohn Nuns, der von Jugend an der Diener des Mose gewesen war, das Wort
und sagte: Mose, mein Herr, hindere sie daran!

Doch Mose sagte zu ihm: Willst du dich für mich ereifern?
Wenn nur das ganze Volk des Herrn zu Propheten würde, wenn nur der Herr seinen Geist auf sie alle legte!

Predigt von Br. Jeremias

Unsere Lesung beginnt mit einer ungeheuren Spannung (Num 11,25): Der HERR kommt in der Wolke; ER ist unverfügbar, ER bleibt Geheimnis; nie werden wir IHN und Seine Wege ganz be­greifen.

Aber dieser Gott „redete mit Mose“. Er bleibt nicht nur der Ver­borgene. Er macht sich offenbar. Mit Mose redet er ganz direkt. – Warum zeigt er sich uns nicht klarer? Unseren Kirchen, die so an­geschlagen durch diese Zeit taumeln und deren Zeugnis gera­de so verdunkelt ist?

Auf Mose ruht der Geist, und nun wird er ausgeteilt. „Etwas von dem Geist“, heißt es in Numeri. Das Weihegebet nimmt Bezug auf diese Stelle der Heiligen Schrift und stellt den Priester bei seiner Weihe dem Bischof zur Seite. Es ist notwendig den Bischof  in der Verkündigung des Evangeliums nicht allein zu lassen. Er braucht Mitarbeiter, Cooperatores, gleichgesinnte Gefährten – besser: vom Geist Gottes erfüllte Mitarbeiter. Vermutlich auch Mitarbeiterinnen, aber da tut sich unsere Kirche an manchen Stellen bekanntlich noch sehr schwer...

Ich denke, es tut der Würde des priesterlichen Dienstes keinen Abbruch, wenn wir dieses Wort übertragen auf unsere konkrete Gemeinde hier. Es nimmt niemandem etwas weg, wenn wir Auf­gaben teilen und gemeinsam unser Leben als Gemeinde gestal­ten – ganz im Gegenteil. Es braucht keinen Anführer, dem alle anderen hinterher lau­fen. Wenn wir unser Bild von Kirche ernst nehmen, dann ist der „Hirte der Herde“ Jesus Christus selbst, und er ruft jeden Einzel­nen von uns in seinen Dienst. Die Talente dieser konkreten Ge­meinde – besser: ihre geistgewirkten Charis­men – entfalten ihre Wirkung da, wo wir Raum für sie lassen.

Werfen wir noch einmal den Blick in die Lesung. Zwei der 70 Äl­testen, die Mose für den Dienst gemeinsam mit ihm ausgewählt hatte, erschienen gar nicht vor dem Lager beim Offenbarungs­zelt. Ob sie kneifen wollten? Wer weiß.

Gottes Geist jedenfalls hindert das nicht, sie dennoch zu errei­chen. Mitten im Lager empfangen sie den Geist, der anscheinend nicht immer die Wege nimmt, die wir ihm anbie­ten.

Josua ärgert das. Er hat seit Kindesbeinen an eine besonders enge Beziehung zu Mose und meint nun, die Autorität seines Meisters schützen zu müssen: Hindere sie daran, weiter prophe­tisch zu reden! Wo kämen wir denn da hin, wenn hier die Ord­nung nicht eingehalten wird!?

Wo kämen wir hin, wenn die Ordnungen nicht mehr gelten? – Aber geht es darum überhaupt? Ist das ein Plädoyer für's Chaos? Das kann ich nicht lesen. Denn Gottes Geist, der schöpfe­risch ordnend das Chaos geklärt hat, wird doch nun nicht selber Chaos stiften wollen?

Immerhin: 68 der ausgewählten Geistträger kommen in diese Auf­gabe durch das Prozedere, das Mose bestimmt hat. Doch Gott ist größer. ER weitet die Ordnung und gibt der propheti­schen Rede auch im Lager ihren Platz, mitten unter den Zelten der Israeliten.

DAS greift Mose auf, gegen Josua, der sich für ihn ereifert: „Ach wenn nur das ganze Volk des HERRN zu Propheten würde und der HERR seinen Geist auf sie alle legte!“ (Num 11,29) Mose verliert doch nichts. Er beugt sich dem Wirken Gottes. Er erkennt die Spur des göttlichen Geistes und sagt Ja dazu.

Ja sagen zum Wirken Gottes, auch wenn es nicht unserem Plan entspricht. Das ist etwas ganz anderes, als gegen die Ordnung etwa unserer Kirchen wohlfeil zu wettern. Und gleichzeitig legt diese Stel­le der Heiligen Schrift den Finger in eine Wunde. Der Anspruch, allein im Besitz der Wahrheit zu sein, kann uns blind machen für das Wehen des Geistes jenseits unserer ausgetretenen Pfade.

Mose erkennt, dass er nichts verliert, wenn er Gottes Geist mit anderen teilt. Ja, er geht sogar soweit zu sagen: Wenn nur das ganze auserwählte Volk von Heiligem Geist erfüllt würde! Das Teilen dieser göttlichen Macht lässt Gottes Geist mächtig werden, bestimmend für alle, die an IHN glauben. – Gegen Machtmissbrauch und die Arroganz, die meint, ich alleine oder allenfalls eine kleine Elite besitze die volle Wahrheit, wird Jesus nachher im Evangelium reden. Gottes Geist verteilt sich gerne.

Aber genau das ist doch Wirklichkeit geworden! In der Taufe haben wir Heiligen Geist empfangen. Wir tragen die Würde von Königen, Priestern und Propheten – in enger Beziehung zu Christus, dem wahren Priester und Propheten. In Firmung oder Konfirmation wurden wir an der Schwelle zum Erwachsenenalter daran erinnert. Daraus sollen wir leben und han­deln! Dem Geist in meinem Leben Raum zu geben, bin ich berufen.

Sind wir als Gemeinde berufen: Einander und dieser Stadt ver­künden wir das Evangelium mit unseren unterschiedlichen Charismen. Dass wir einander den Raum geben, damit diese Charismen sich entfalten können, das bleibt unsere Aufgabe.

Konkret: Ich verliere als Priester und letztlich Verantwortlicher für diese Gemeinde nichts, wenn ich möglichst viele von euch mitbestimmen lasse, wie wir unseren Weg mit Christus weiter­gehen wollen. Wir Augustiner sind immer dann am besten ge­fahren, wenn wir gehört und wahrgenommen haben, was uns allen aus dieser Gemeinde heraus geschenkt wird: der kontem­plative Gottesdienst, der ökumenische Bibelkreis und die Ökumene insgesamt, ein dickes Jahres­programm mit Impulsen zur Bildung, aber auch zur spiri­tu­ellen Erneuerung, Dialoge mit Andersdenkenden und anders Glaubenden, Musik und Ausstellungen, der Tanzgottesdienst, die Videos nach Weihnachten, die Predigtdienste … Das haben doch nicht wir Augustiner bewirkt. Das ist aus dieser Gemeinde heraus gewachsen! Also, wenn hier nicht Gottes Geist am Werk ist?

Dass wir uns hier in der Brunnenkirche im Kreis versammeln, ist Ausdruck dessen, was wir hier feiern: Christus ist unsere Mitte, er sammelt uns als Schwestern und Brüder auf Augenhöhe, nicht alle machen dasselbe, aber jeder hat „etwas von dem Geist“, der uns allen gegeben ist. In der Dynamik unserer Verschiedenheit, die aber den Kontakt mit den anderen hält und aushält, wird Gottes Dynamik, sein lebenspendender Geist spürbar (s. Relief!).

Wir dürfen und müssen immer wieder auch über unseren Teller­rand hinausschauen. Derzeit gehen wir ja noch sozusagen durch den Hintereingang in die Brunnenkirche. Die Arbeiter haben angedeutet, dass sie wahrscheinlich schon am Montag fertig werden. Ab dann können wir also endlich zum Haupteingang hier herein. Aber es gilt, vor allem den Brunnen freizulegen, zugänglich zu machen für alle, die Sehn­sucht nach dem wahren und lebendigen Gott haben. Hier am Brunnen stellen wir uns der eigenen Tiefe, manchmal auch den eigenen Abgründen, wissen uns wie die Frau am Jakobsbrunnen angesprochen von dem, der uns ganz und gar kennt, und können so zu Boten seiner Liebe werden. Wir spüren die Wahrheit, die Gott auch außerhalb unserer engen Begrenztheiten gesät hat, und können uns verbünden mit allen, die Sehnsucht haben nach der göttlichen Wahrheit. Der „Garten des Einen“ ist groß, bunt und vielfältig, das erfahren Etliche von uns an diesem wunder­baren Wochenende, wo christliche und islamische Mystik sich begegnen und dem Einen HERRN die Ehre geben.

Ach wenn nur das ganze Volk des HERRN zu Propheten würde und der HERR seinen Geist auf sie alle legte!“ (Num 11,29) sagt Mose. Doch, das ist bereits geworden – zumindest wo wir es wahr-haben wollen und einander den Raum gewähren, damit unsere unterschiedlichen Charismen sich entfalten können.

Amen.

Bruder Jeremias OSA

12

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September

2021

"Gott hat mir das Ohr geöffnet" (Jes 50,5)

Predigt von Pfarrer i.R. Martin Möslein am 25. Sonntag B (11./12.09.2021) in der Brunnenkirche | Erfurt

Er weckt mich alle Morgen

Text: Jochen Klepper (1938)

1) Er weckt mich alle Morgen,
Er weckt mir selbst das Ohr.
Gott hält sich nicht verborgen,
führt mir den Tag empor,
dass ich mit Seinem Worte
begrüß das neue Licht.
Schon an der Dämmrung Pforte
ist Er mir nah und spricht.

2) Er spricht wie an dem Tage,
da Er die Welt erschuf.
Da schweigen Angst und Klage;
nichts gilt mehr als Sein Ruf.
Das Wort der ewgen Treue,
die Gott uns Menschen schwört,
erfahre ich aufs neue
so, wie ein Jünger hört.

3) Er will, dass ich mich füge.
Ich gehe nicht zurück.
Hab nur in Ihm Genüge,
in Seinem Wort mein Glück.
Ich werde nicht zuschanden,
wenn ich nur Ihn vernehm.
Gott löst mich aus den Banden.
Gott macht mich Ihm genehm.

4) Er ist mir täglich nahe
und spricht mich selbst gerecht.
Was ich von Ihm empfahe,
gibt sonst kein Herr dem Knecht.
Wie wohl hat's hier der Sklave,
der Herr hält sich bereit,
dass Er ihn aus dem Schlafe
zu seinem Dienst geleit.

5) Er will mich früh umhüllen
mit Seinem Wort und Licht,
verheißen und erfüllen,
damit mir nichts gebricht;
will vollen Lohn mir zahlen,
fragt nicht, ob ich versag.
Sein Wort will helle strahlen,
wie dunkel auch der Tag.

Pfr. i.R. Martin Möslein

5

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September

2021

"Habt Mut, fürchtet Euch nicht, hier ist euer Gott!"

Predigt von Christoph Kuchinke am 23. Sonntag im Jahreskreis B in der Brunnenkirche zu Erfurt

„Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet Euch nicht, hier ist euer Gott... Er selbst wird kommen und euch retten.“


"Hephata - öffne dich!"

Liebe Schwestern und Brüder,

gerade eben haben wir in der Lesung aus dem Ersten Testament diese Worte gehört. Das Buch, Aufzeichnungen des Propheten, nennt man auch „Trostbuch“. Das alte Israel stand damals in der Gefahr aufgelöst und zerrieben zu werden; es war in der Verbannung. Es hatte seine Heimat verloren, und nun stand es kurz davor, seinen  Glauben zu verlieren. Das machte vielen Angst, ließ sie verzagen (den Mut verlieren, kleinlaut werden, resignieren, bangen, die Flügel hängen lassen, verzweifeln...).

In genau diese Bedrohung und Angst-Situation hinein spricht der Prophet – und er tröstet, er macht Mut: Fürchtet euch nicht! Bei all eurer Bedrängnis ist doch immer noch Gott. Und dieser Gott lässt euch nicht hängen. Sondern er selbst wird euch retten.

Als Markus sein Evangelium schrieb, da hat er dieses Trostbuch sehr wohl im Kopf. Und mit seinem Evangelium, seiner Frohbotschaft will er sagen: Jetzt macht Gott ernst. Dieser Jesus ist nicht irgendwer, nicht irgendein Wunderdoktor, der gute Tricks drauf hat, mit denen er Menschen heilt, sondern er ist die Erfüllung der Zusage Gottes. In Jesus löst Gott sein altes Versprechen ein. In Jesus macht Gott wahr, was schon durch die Propheten angekündigt worden ist:

„Seht, hier ist Gott!“ – Ein Gott, der rettet – und zwar so, dass man es sehen und hören kann. Ja, Gott erfüllt seine Verheißungen. ER hält sich an seine Versprechen.

Man bringt einen Taubstummen zu Jesus. ER ist eher ein Bild, ein Bild für viele Menschen, die irgendwann krank geworden sind, eine Einschränkung haben. Menschen, die irgendwann stumm geworden sind, weil niemand ihnen mehr zuhört; Menschen, die nichts mehr sagen wollen und können, weil keiner hinhört auf das, was sie wirklich sagen wollen – wenn sie von ihrem Leid, von ihrer Not und von ihren Ängsten sprechen. Menschen, die sich in sich zurückgezogen haben und dann irgendwann total verstummt sind, weil niemand sich mehr für sie interessiert.

Dieser Taubstumme ist auch ein Bild für Menschen, die nichts mehr hören wollen, weil ihnen immer nur gesagt wird, was sie alles nicht richtig machen, wo sie ihre Defizite haben, was sie schon wieder falsch gemacht haben – und dass sie aus all diesen Gründen nicht o.k. sind. Menschen, die „dicht gemacht" und zugemacht haben, um überhaupt noch weiterleben zu können – und an die niemand mehr rankommt. Und davon gibt es – weiß Gott – viele.

Aber Jesus kommt an diesen Menschen ran. ER kann helfen. – Er tut es nicht mit Hokuspokus oder so etwas, nicht mit frommen Sprüchen – sondern durch Zuwendung und Nähe. Die Art und Weise, wie er ihm begegnet – sie bringt Heilung.

Dieser Jesus kommt nicht mit wieder neuen Ermahnungen, nicht mit Aufforderungen wie „Jetzt reiß dich aber mal zusammen!" oder „Lass dich nicht so hängen“, „Komm endlich in die Puschen“. Sätze, die man nicht mehr hören kann, weil sie nicht wirklich helfen. Es kommt von ihm auch kein gereiztes Wort, wie: Was ist denn jetzt schon wieder los? Sondern da ist Zuwendung; ohne viele Worte, aber mit ganz viel Nähe. Dies zeigt dem Kranken: Du bist mir wichtig!

Mit ganz viel Aufmerksamkeit, die diesem Taubstummen signalisiert: Ich bin jetzt nur für dich da. Alles andere muss jetzt warten. Ich hab jetzt Zeit, ich hab ein Ohr für Dich und Deine Probleme. Ich sehe Deine Not, ich sehe Dich in Deiner Not. Und genau das verändert die Welt dieses Taubstummen, genau das öffnet diesen Menschen wieder für das Leben – und das macht ihn heil, gesund.

Das einzige Wort, das Jesus spricht ist „Hephata“ – Öffne Dich! Alles andere ist Zuwendung, da ist Nähe und Aufmerksamkeit.

„Hephata“, so wurde auch mal zu uns gesagt, zu jeder und jedem von uns. So wurden wir alle einmal ermutigt – in einem Moment, in dem Gott auch uns ganz nahe gekommen ist, mit ganz viel Liebe und Zuneigung: Denn „Hephata“ so spricht der Priester oder Diakon bei jeder Taufe.

Öffne dich – und das will sagen: Gott will offene Menschen, keine Menschen, die sich verkrümmen, sich ducken, sich klein machen – nicht vor Mitmenschen und nicht vor IHM; nein, Gott will Menschen, die aufrecht stehen, damit sie hören und sehen und entdecken können, wie wichtig sie für Gott sind – für jenen Gott, der unser Heil will.

Das ist die Botschaft dieses Evangeliums, eine frohe Botschaft...

Aber da gibt es noch eine zweite Botschaft in diesem Text, die man fast übersieht, weil es wie so eine Randnotiz ist. Da steht: Da brachte man einen Taubstummen zu Jesus. D.h. da gab es, Gott sei Dank, Menschen, die einen, der total zugemacht hatte, der schon taub und stumm für alles geworden war, zu Jesus bringen, Menschen, die diesen Kranken sozusagen zum Heil hinbringen. Da gab es „Heils-VermittlerInnen“, Menschen also, die unter Umständen genau damit selbst zum „Heiland“ für einen anderen werden können, weil sie nicht schon zufrieden sind, wenn es ihnen selbst gut geht, sondern weil sie wollen, dass auch andere dieses Heil finden, dass auch andere Anteil am Leben haben.

Ist das d i e Stelle, an der wir in  dieses Evangelium hineinkommen; die Stelle, an der wir gefragt und notwendig sind?


Als Menschen, die offen sind für die Not der anderen – und offen für das Heil, das allein Gott schenken kann – und die dann einen Menschen dorthin führen, wo sie das Heil erfahren können – zu Gott – und zu einem liebenden und tröstenden, zu einem rettenden Gott, der nicht nur damals Mensch geworden ist in Jesus Christus – sondern der auch heute Mensch werden will – in uns, damit auch wir so handeln können, wie Jesus gehandelt hat: Heilend und befreiend, aufrichtend und vergebend, liebevoll und tröstend – so dass Menschen sich öffnen können, weil wir ihnen so begegnet sind, dass sie durch uns Heil erfahren haben.


Ich denke, wenn wir dazu fähig sind – zu heilsamen und heilenden Begegnungen mit unseren Mitmenschen, dann sind wir wirklich Kirche. Kirche dieses Jesus Christus. Und dann erfüllen wir auch Gottes Verheißungen.


Und dann geschehen Wunder, nicht mit Hokuspokus:

sich selbst einmal vergessen
Zeit für eine, einen anderen haben
Kranke besuchen und aushalten

Frieden stiften und erhalten
Armut und Ausgrenzung sehen und sichtbar machen
mal tief in die Tasche greifen und geben
schweigen, bis wir das richtige Wort gefunden haben

selbst zu Brot und Wein werden



Christoph Kuchinke

1

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September

2021

Erste Messe mit Bischof Ulrich in der Brunnenkirche

Bischof Dr. Ulrich Neymeyr hat mit uns die erste Heilige Messe in der Brunnenkirche gefeiert. Er dankte den Augustinern für ihre Präsenz in Erfurt und ermutigte die Gemeinde, aus der gemeinsamen Taufe zu leben und zu wirken für die Menschen der Stadt und der Region. Der Brunnen verweise ja auf die Taufe und auf die Tiefe, in der wir von Gott gehalten sind.

Der Bischof verwies auch auf die Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4,1-42), mit der Jesus in der Mittagshitze ins Gespräch kommt. "Sprechen Sie mit den Leuten, auch wenn uns zunächst scheinbar wenig mit ihnen verbindet! Gehen Sie mutig auf die Menschen zu - wie Jesus", so der Bischof.

Br. Jeremias dankte dem Bischof für seine Unterstützung, auf die die Augustiner immer zählen konnten. In Ordensreferentin Dr. Anne Rademacher hätten die Augustiner in den zurückliegenden Monaten eine echte Begleiterin gehabt. Dem Domkapitel gelte der Dank für die schnelle und unkomplizierte Zusage der Nutzung der Brunnenkirche. Martin Hoffmeier habe sich vor allem bei der konkreten Umsetzung für die Augustiner eingesetzt.

Zu Beginn des Gottesdienstes sagte Br. Jeremias: 

Etappe, nicht Neuanfang

Liebe Schwestern und Brüder, das Leben ist eine Baustelle. Ausgerechnet jetzt wurde vor dem Haupteingang der Brunnenkirche eine Baustelle eingerichtet. Wir mussten um die Kirche herumlaufen, um hier herein zu kommen. Das ist irgendwie ein Symbol: Unser ganzes Leben ist eine Baustelle, und auch unser Glaube an Gott bedarf immer wieder der Erneuerung.

In seinem Brief nach Kolossä dankt Paulus für den Glauben, den er in dieser kleinen Gemeinde am Isthmos von Korinth gefunden hat: Das Evangelium trägt dort Frucht und wächst weiter.

Dankbar dürfen auch wir heute Abend diesen Gottesdienst fei­ern. Dankbar, weil das Wort Gottes, um das wir uns zusam­men­ge­funden haben, unser Tun und Handeln prägt. Was wir als Gemeinde organisieren und weiterzugeben versuchen, erwächst ja aus den Gottesdiensten, in denen wir Kraft schöpfen und uns gegenseitig im Glauben stärken.

Für manche von euch ist der heutige Tag ein schmerzhafter Ein­schnitt: Wir wären gerne in Regler geblieben, in ökumeni­scher Verbundenheit und Achtung vor dem Anderssein. Das ist so nun vorerst nicht mehr möglich. Ökumenisch bleiben wir trotz­dem unterwegs. – Herzlichen Dank, lieber Bischof, dass Sie heute bei uns sind und uns ermutigen für den Weg, auf dem Christus uns führt. Dieser Umzug ist eine Etappe, nicht so sehr Neuanfang.

Wir Augustiner werden uns eins ums andere Mal bewusst: Wir können allein nicht viel bewirken. Wir sind abhängig, dass Men­schen mit uns mitgehen, Verantwortung übernehmen und am Reich Gottes bauen wollen. Die Sitzordnung, die manchen sicher nicht gefällt, ist für uns kein Spleen, den wir unbedingt pflegen wollen. Sie ist Ausdruck, dass wir Suchende auf Augenhöhe sind, wenn wir uns um Christus versammeln. Zwar gibt es verschiedene Aufga­ben und Talente, aber kein oben und unten. Denn wir sind Schwestern und Brüder. – Mit euch sind wir Augustiner nicht bang, ob unsere Kräfte wohl reichen? Wir sind dankbar, dass wir euch haben! Wenn wir gemeinsam in den Fußspuren Jesu bleiben, wird sich trotz unserer kleinen Zahl Heilsames ereignen (siehe Evangelium des heutigen Tages).

Heute ist der ökumenische Gebetstag zur Bewahrung der Schöpfung. Sie, Herr Bischof, waren tagsüber mit Landesbischof Friedrich Kramer auf der BUGA. Dass Sie nun zum Tagesabschluss bei uns sind, freut uns sehr.

Danke auch der Schola aus Regler, die im Wechsel mit Br. Pius diesen Gottesdienst musikalisch gestaltet.

Stellen wir uns in das Erbarmen des HERRN. ER will uns im Innersten Heilung schenken.

Bruder Jeremias OSA

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August

2021

Augustinusfest 2021 in Regler

1. Impuls von Pfr. i.R. Dorothea Höck
Natalität

Für mich ist einer der wichtigsten Gedanken überhaupt ein Satz von Augustinus aus dem„Gottesstaat“:

Damit ein Anfang sei, wurde der Mensch geschaffen, vor dem es niemand gab.“ (Civ., XII,20: Initium ergo ut esset, creatus est homo, ante quem nullus fuit.“)

Er hat Geschichte gemacht, denn er ist ein Loblied auf die menschliche Freiheit. Für Augustinus ist jeder Mensch ein Anfang – auf lateinisch „initium“, ein „Initiant“, ein Beginner, ein Neuanfänger. Das trifft für mehrere Punkte in unserem Leben zu: Ein erster Anfang ist unsere Geburt. Den bestimmen wir nicht selbst, wir werden ins Leben gerufen. Mit der Geburt eines jeden Menschen kommt etwas Neues in die Welt.

Im Laufe unseres Lebens setzen wir Menschen selbst Anfänge: Durch das, was wir beginnen, durch unser Handeln und wenn wir mit anderen zusammen etwas Neues schaffen. Geschah der erste Anfang ohne unser Zutun, ist dieses Anfangenkönnen der Ausdruck für die menschliche Freiheit: Wir schenken der Welt durch uns und unser Handeln etwas Neues.

Und schließlich ist ein Anfang, was wir heute mit Sophie, Clemens und Vincent feiern: Gott macht mit Euch in der Taufe einen Neuanfang, weil Ihr Euch entschieden habt, Euch Gott anzuvertrauen.

Bei Augustinus begegnet uns dieser wunderbare Gedanke im Zusammenhang mit dem Gleichnis von der Rückkehr des verlorenen Sohnes. Der hatte in der Fremde sein ganzes Hab und Gut vertan und kam nach Haus zu seinem Vater im Vertrauen, dass er ihn wieder bei sich aufnimmt. Der Vater, erfahren wir (in Lukas 15), empfängt ihn voller Liebe mit offenen Armen und befiehlt seinen Knechten: „Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße.“ (Lk 15,22). Augustinus erinnert dieses wertvollste, schönste Festkleid für den Sohn an das Taufkleid: Ihr Drei seid heute auch festlich gekleidet. Das neue Gewand steht für den Neubeginn in Eurem Leben am heutigen Tag.  

Jede und jeder sind wir Beginnerinnen und Beginner. – Diesen Gedanken entdeckte ich zuerst beider Philosophin Hannah Arendt. Sie fand ihn bei Augustinus, er wurde das Fundament ihres Denkens: „Damit ein Anfang sei, wurde der Mensch geschaffen.“ Sie gründet darin ihre Hoffnung auf den Menschen und ihre Liebe zur Welt: Mit jedem Menschen kommt etwas Niedagewesenes, etwas nicht plan- und Berechenbares in die Welt. Ja, wir finden überhaupt erst unsere Bestimmung, wenn die Welt durch etwas Neues bereichern. Hannah Arendt nennt uns Menschen deshalb nicht als „Sterbliche“ – das bleiben wir natürlich dennoch – sondern „Gebürtliche“.

Anfänge setzen wir, indem wir Versprechen geben und einander verzeihen und damit Erneuerung unserer Beziehungen ermöglichen: Auch das gehört zur Taufe. Ihr drei, Sophie, Clemens und Vincent, werdet mit Euren Patinnen und Paten ein Versprechen geben und Euch Gottes anvertrauen. Zwischen Euch und Gott wird ein Neuanfang gesetzt.

Neuanfänger haben die Möglichkeit, in dieser Welt dauerhaft etwas zu verändern, wenn sie bereit zu Verzeihen und Versprechen sind, denn damit vertreiben sie die Schatten der Vergangenheit und schaffen Zukunft.

Hannah Arendt nennt uns sogar Wundertäter: „Nur wo etwas Neues, Unberechenbares, Unvorhersehbares geschieht, kann es so etwas geben wie 'Glaube und Hoffnung‘“ („Vita activa“, 243).

„Damit ein Anfang sei, wurde der Mensch geschaffen“: Wir stehen wieder vor einem Neuanfang, wenn wir in drei Tagen in der Brunnenkirche beginnen. Da brauchen wir diese Zuversicht, dass Gott uns zu Anfängern gemacht hat.

2. Impuls von Monika Rohs-Dressel

Es gibt einen ganz kurzen Satz, der Augustinus zugeschrieben wird, der sehr bekannt ist: Ich will, dass du bist.

Ich habe diesen Satz vor anderthalb Jahren das erste Mal gelesen. Und ich war damals sehr erstaunt, so ein schlichter Satz und so viel.

Ich will, dass du bist. Gott will, dass ich lebe.

Es kann Situationen geben, wo wir so sehr angefochten sind, wo negative Stimmen in uns so laut werden, dass es sehr wichtig sein kann zu hören: Gott will, dass ich existiere.

Gegen alle Anfechtung, gegen alle Selbstzweifel spricht Gott sein großes Ja. Gott möchte, dass ich hier auf der Erde bin, hier einen Platz habe.

Dieser Satz drückt die große Liebe Gottes zu uns aus. Wir sind von Gott geschaffen, von ihm gewollt; jeder hier eine Tochter, ein Sohn Gottes, sein Kind.

Ich habe einmal in einer Tauf-Predigt vor Jahren gehört: Taufe bedeutet, dass Gott ein großes Pluszeichen vor mein Leben stellt, sozusagen ein Kreuz. Ein Pluszeichen vor die Klammer meines Lebens setzt, so dass sich alles, was in ihr Minus sein könnte, in Positives verwandelt. Ich will, dass du bist – das ist für mich das große Pluszeichen, das Gott vor mein Leben schreibt.

Und es bedeutet auch: Ich darf in meiner Individualität sein. So wie ich als Person bin, ist es nicht gleich ein Problem. Ich muss nicht in ständiger Selbstoptimierung bleiben, ich muss mich nicht ständig fragen, wie ich besser sein könnte. Gottes Blick richtet sich nicht zuerst auf unsere Unzulänglichkeiten. Jeder darf seine eigene Lebensmelodie finden und leben. Das Wort finden, das über dem eigenen Leben steht, mich dem annähern, es annehmen. Das kann eine enorme Entlastung von Leistungsdenken und ständigem Vergleichen sein.

Vielleicht kann es auch mein Verhältnis zu meinem Nächsten verändern, auch zu denen, mit denen ich mich schwer tue.

Auch der andere darf in seiner Einzigartigkeit sein.

Vielleicht verändert sich unser Zusammensein, wenn jeder von uns immer tiefer spürt, dass Gott sein großes Ja sagt. Es könnte sein, dass es leichter wird, sich gegenseitig Raum zu geben, weil jeder weiß, dass Gott ihm selber genügend Raum schenkt.

Wir sind Gottes geliebte Kinder. Zu jedem einzelnen sagt Gott: Ich will, dass du bist. Ich darf den liebevollen Blick Gottes auf mich, auf mein Leben spüren und an seinen liebevollen Blick auf das Leben meines Nächsten denken.

3. Impuls von Dr. Fabian Sieber

Zwei Impulse sind gesetzt. Unterschiedliches wurde benannt. Verschiedenes ausgedrückt. Vielfältiges gesagt. Und es ist gut und war schön. Und jetzt soll auch ich noch etwas beitragen? In den Chor einstimmen? Den Vielklang vervollständigen? Eigentlich möchte ich lieber nicht. Ich zögere. Weil ich Angst habe. Angst, dass die Harmonie der Polyphonie in den Missklang der Kakophonie kippt. Angst, dass die Vielstimmigkeit, die Pluralität eben nicht mehr als etwas Bereicherndes und Schönes empfunden wird, sondern als etwas Verstörendes. Eine Last. Denn Pluralität ist nicht immer schön. Wer bei dieser Gelegenheit an das Verhältnis der Regler-Gemeinde und der Augustiner-Gemeinde denken möchte, wie es sich in den letzten Monaten entwickelt hat, mag dies tun. Wer dies nicht möchte, weil das Thema längst erschöpft ist – unterlasse dies.

Unabhängig davon gilt: wenn Pluralität beginnt weh zu tun, dann helfen keine Plattitüden mehr. Ein Satz wie „Menschen sind halt unterschiedlich“ besagt nicht viel. Und eine Aussage wie: „Ich bin ok, Du bist ok“ hilft nicht weiter, wenn Pluralität aufgehört hat, eine Bereicherung zu sein und es einen Konflikt gibt, der das Miteinander vergiftet. Trotzdem stehe ich heute hier. Nicht weil ich es gerne tue oder schön finde, sondern weil ich glaube, dass es manchmal auch nötig ist, Pluralität zu ertragen. Denn: So schwer Pluralität manchmal zu ertragen ist, es gibt keine Alternative.

Dass das so ist, hat schon Paulus umgetrieben, und deshalb schreibt er im 1. Brief an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 9,20-22):

Da ich also von niemand abhängig war, habe ich mich für alle zum Sklaven gemacht [...]. Den Juden bin ich ein Jude geworden […] den Gesetzlosen war ich sozusagen ein Gesetzloser […] den Schwachen wurde ich ein Schwacher.“

Paulus erkennt an, das es Verschiedenheit gibt die nicht verbindet, sondern die die Menschen trennt. Denn Menschen sind unterschiedlich in ihrer religiösen Überzeugung in ihrer ethnischen Herkunft und in ihren individuellen Fähigkeiten. Das ist nicht gut. Das ist nicht schlecht. Das ist, wie es ist. Paulus verschließt vor dieser Realität nicht die Augen, sondern er benennt sie und durchleidet sie – er macht sich zum Sklaven aller. Wie hält Paulus das aus? Nun, er weiß, wofür er es tut. Und deshalb fährt er im Brief an die Korinther fort (1 Kor 9,23) „Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an seiner Verheißung teilzuhaben.“

Das Evangelium ist eine frohe Botschaft – und sie ist schon da, deshalb kann Paulus darüber sprechen. Die frohe Botschaft beinhaltet dann aber auch eine Verheißung. Diese hat sich noch nicht erfüllt, aber sie ist zugesagt. Sie ist ein Versprechen. Eine Hoffnung darauf, dass die Gegensätze durch die die Menschen getrennt werden, nicht das letzte Wort behalten werden. Paulus schreibt im Brief an die Gemeinde in Galatien (Gal 3,26-27):

Ihr seid alle durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid «einer» in Christus Jesus.“

Getauft sind wir. Schon jetzt. Das Taufkleid haben wir angelegt. Schon jetzt. Und wir sind Söhne und Töchter Gottes. Schon jetzt. Und wir sind es auch dann noch, wenn wir es manchmal im Alltag vergessen sollten.

Und trotzdem sind wir noch immer Juden und Griechen, Sklaven und Freie, Männer und Frauen. Und wir sind evangelische und katholische Christen. Und wir bleiben es, in aller bereichernder und belastender Vielfältigkeit. Eins in Christus – das sind wir schon jetzt und wir sind es noch lange nicht. Der Zusammenfall der Gegensätze, die sogenannte coincidentia oppositorum von der Nikolaus von Kues gesprochen hat, oder auch die Verbindung der Gegensätze, die sogenannte complexio oppositorum von der Carl Schmitt gesprochen hat, sie ist uns als eine Möglichkeit versprochen. Sie zu erreichen steht nicht allein in unserer Macht, aber sie ist eine Möglichkeit. Wenn das geschieht, dann und erst dann ist es möglich, so unterschiedliche Denker wie Nikolaus von Kues und Carl Schmitt ernsthaft miteinander zu vergleichen. Dann aber werden auch andere Gegensätze nicht mehr gelten. Und dann sind da nicht mehr Himmel und Erde unverbunden nebeneinander, sondern der Himmel ist – zumindest ein Stückchen auf Erden und die Erde ist eine neue Schöpfung. Dann stehen sich nicht länger Gott und Mensch gegenüber, sondern Gott wird Mensch und die Menschen werden Kinder Gottes. Dann ist da nicht Leben und Tod. Und mit dem Tod ist alles aus. Sondern das Leben in Fülle geht durch den Tod hindurch.

Soweit so gut, aber was hat das mit Augustinus zu tun? Das ist ganz banal. Im Augustinus-Lesekreis beschäftigen wir uns seit vielen Jahren mit den Confessiones, den Bekenntnissen des Augustinus. Dort heißt ganz am Anfang, im 1. Kapitel des 1. Buches: „ruhelos ist unser Herz, bis dass es seine Ruhe hat in Dir". Dieser Halbsatz verbindet Augustinus mit Paulus. Denn eins in Christus, bzw. Ruhe im Herzen, das ist eine Verheißung die uns gegeben wurde und es ist eine frohe Botschaft. Aber manchmal, da ist das Herz noch sehr in Unruhe. Die Pluralität menschlicher Existenz ist eine Realität, die uns nicht zur Ruhe finden lässt. Das ist dann aber etwas, das nicht nur Paulus mit Augustinus verbindet, sondern das weiter wirkt bis in unsere Zeit.

Allein, das ist kein Grund um zu verzweifeln. Denn wir sind Getaufte in Christus. Schon jetzt. Und wir dürfen Gott loben und preisen. Schon jetzt. Denn wir haben allen Grund dazu – schon jetzt – denn mit Paulus tun wir es nicht als Selbstzweck, sondern um des Evangeliums willen und um an seiner Verheißung teilzuhaben.


Bruder Jeremias OSA