Wo sind die Kraniche?

30.3.2024

Mehrere hundert Kraniche aus Papier „flogen“ von Weihnachten bis zum Palmsonntag in der Brunnenkirche; genauer gesagt: sie waren an zwei langen Schnüren befestigt, die sich längs durch das Kirchenschiff zogen.

Was ist der Hintergrund?

Wenn aus einem einfachen Stück Papier plötzlich ein Kranich geworden ist, dann ist das wie ein kleines Wunder. Und genau darum geht es: wo es keine Hoffnung mehr gibt, soll ein Kranich Hoffnung schenken und wo es keinen Ausweg zu geben scheint, soll ein Stück Origami-Papier zeigen: es kann auch alles ganz anders sein.

In Japan wird in diesem Zusammenhang die Geschichte von Sadako Sasaki erzählt. Als Kleinkind überlebte sie zunächst den Atombombenabwurf auf Hiroshima. Erst 10 Jahre später erkrankte sie als Spätfolge an Leukämie. Eine Freundin erzählte ihr darauf von der Legende der Senbazuru, der Legende der Tausend Kraniche. Gemäß dieser Erzählung wird demjenigen, der 1000 Papierkraniche faltet, von den Göttern ein Wunsch erfüllt. Sadako Sasaki brauchte knapp einen Monat um diese Kraniche zu falten. - Und starb trotzdem.

Daraufhin wurde der Origami-Kranich zu einem Zeichen für den Widerstand gegen Atomwaffen und zu einem Symbol für die Hoffnung auf Frieden...

Viele Gemeindemitglieder haben eifrig gefaltet, so dass wir tatsächlich die 1000 erreicht haben. An Weihnachten spielte der Wunsch nach und die Bitte um Frieden eine zentrale Rolle in den Gottesdiensten. Die Gottesdienstbesucher konnten sich Papierkraniche mit nach Hause nehmen. Jetzt mit der Beginn der Kar- und Osterzeit haben wir die Vögel eingelagert. Zum 103. Deutschen Katholikentag in Erfurt (29.05. - 02.06.2024) werden sie noch einmal zum Einsatz kommen.

Passend zum Thema des Katholikentags „Zukunft hat der Mensch des Friedens“ werden wir Besuchern unserer Kirche als Symbol des Friedens einen Kranich schenken.